23. Deutscher Hörfilmpreis 2025

Deutscher Hörfilmpreis 2025: ADeles für "Vena",  "Ein Mann seiner Klasse" und "Ich bin Dagobert"

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Der Deutsche Hörfilmpreis 2025 wurde am 25. März 2025 vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergeben. Moderiert wurde die feierliche Preisverleihung, die erstmals im historischen Colosseum Filmtheater in Berlin stattfand, von Nadine Heidenreich. Insgesamt 22 Produktionen waren in sechs Kategorien nominiert.

Ausgezeichnet wurden "Vena", "Ein Mann seiner Klasse", "Ich bin Dagobert", "Wish", "Unsere Wälder – Netzwerk der Tiere" und "Paris, Texas". Der Publikums­preis geht an "Sieger sein".

Die Preisverleihung 2025

Aufzeichnung der festlichen Gala

Nadine Heidenreich führte durch die feierliche Gala – natürlich inklusiv mit Live-Audiodeskription, Live-Untertitelung und Gebärdensprache.

Fassung mit Gebärdensprache und Untertiteln

In der Kategorie "Spielfilm Kino" ging der Preis für die beste Audiodeskription (AD), die ADele, an das kraftvolle Spielfilmdebüt "Vena" von Regisseurin Chiara Fleischhacker. Die Laudatio hielt Schauspielerin Benita Sarah Bailey, die den Preis an Colin Ullmann von D-Facto Motion überreichte. Mit ihm freuten sich Hauptdarstellerin Emma Nova vom Cast sowie das Audiodeskriptions-Team, vertreten durch Karina Saligmann und Laura Storz.

Die ADele für das TV-Drama "Ein Mann seiner Klasse" von Regisseur Marc Brummund, das auf dem autobiografischen Roman von Autor Christian Baron basiert, wurde in der Kategorie "Spielfilm TV/Mediatheken/Streaming" vergeben und an Philip Klenk vom SWR – Südwestrundfunk und das Audiodeskriptions-Team, bestehend aus u.a. Silke Bauer und Anja Funk, überreicht. Mit Mercedes Müller, Svenja Jung, Katharina Ley und Jelena Kunz war auch der Cast breit vertreten. Die Laudatorin Christina Athenstädt übergab den Preis gemeinsam mit Pamela Pabst.

Über die beste Audiodeskription in der Kategorie "Serie" konnte sich das Team der erfolgreichen Miniserie "Ich bin Dagobert" von Regisseur Hannu Salonen freuen. Die Laudatio verlas der Schauspieler Jonas Nay, der zudem mit seiner Band PUDELDAME den musikalischen Rahmen für die Preisverleihung setzte. Alexander Fichert von audioskript nahm den Preis für die herausragende Hörfilmfassung gemeinsam mit dem AD-Team, bestehend aus u.a. Bernd Hettlage, und Nadja Schulz-Berlinghoff, entgegen. Auf der Bühne unterstützt wurden sie vom Cast rund um Hauptdarsteller Friedrich Mücke mit Moritz Führmann, Yannic Becker, Philipp Heutmann, Doğuhan Kabadayı, Nico Kleemann und dem Drehbuchautor Ronny Schalk.

Die Laudatio in der Kategorie "Kinder- und Jugendfilm" für den Walt Disney-Animationsfilm "Wish" hielt die Schauspielerin und Sängerin Patricia Meeden, die deutsche Stimme der weiblichen Hauptfigur Asha. Den Preis nahmen Heidi M. Hollerauer und Hans-Jürgen Bäumer von The Walt Disney Company zusammen mit dem Audiodeskriptions-Team, bestehend aus u.a. Tania Eichler-Ojake, Uve Teschner, Sebastian Baack, Paul Arnstedt und Daniela Bringer, entgegen.

Der NDR – Norddeutsche Rundfunk, vertreten durch Niels Rasmussen, erhielt die ADele in der Kategorie "Dokumentation" für die faszinierende Naturdokumentation "Unsere Wälder – Netzwerk der Tiere" und freute sich gemeinsam mit dem Audiodeskriptions-Team, bestehend aus u.a. Stefanie Schruhl, Doris Würfel, Martin Ovelgönne und Uschi Heerdegen-Wessel. Schauspieler Walter Sittler, der selbst auch Dokumentarfilme produziert, hielt die Laudatio.

Der Film-Klassiker "Paris, Texas" von Wim Wenders konnte in der Kategorie "Filmerbe" überzeugen. Schauspielerin Rieke Seja hielt die Laudatio und übergab die ADele an Francesca Hecht von der Wim Wenders Stiftung. Vom Eurotape AD-Team kamen Rahel Wusterack, Klaus-Jörg Kaminski, Roger Zepp, Felix Hildebrand, Milan Pfützenreuter und Uta-Maria Torp auf die Bühne zur Übergabe der ADele.

Zum Abschluss der Preisverleihung wurde der begehrte Publikumspreis vergeben. In diesem Jahr konnte sich die Kinder- und Jugendfilm-Produktion "Sieger sein" von Regisseurin Soleen Yusef deutlich von der Konkurrenz absetzen. Sonja Schmitt von DCM Pictures freute sich gemeinsam mit dem Castmitglied Nouri Chamari und dem AD-Team, vertreten durch Matthias Huber, Beatrix Hermens, Cathi Matthies, Victoria Schätzle, und Yvonne Seitenglanz. Die Auszeichnung wurde von Schauspielerin Valerie Niehaus übergeben.

Neben den bereits genannten Gästen waren weitere Prominente aus Film und Fernsehen, Wirtschaft und Politik vertreten, unter anderem zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler wie Adriana Altaras, David Bennent, Julia Bremermann, Philippe Brenninkmeyer, Kathy Etoa, Bruno Eyron, Sheri Hagen, Teresa Harder, Samir Fuchs, Deborah Kaufmann, Lena Kalisch, Eugen Knecht, Daniel Krauss, Ulrike Krumbiegel, Annika Kuhn, Leslie Malton, Felix von Manteuffel, Sina Martens, Sönke Möhring und Louis Nitsche. Die Filmemacherin Esther Bialas waren ebenso dabei wie die Parlamentarische Staatssekretärin und MdB Kerstin Griese und Cansel Kiziltepe, Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Auch die Tochter des kürzlich verstorbenen Bundespräsidenten a.D. Prof. Dr. Horst Köhler, Dr. Ulrike Köhler, nahm mit Eva Luise Köhler wieder teil.

Die Jury des Deutschen Hörfilmpreises war vertreten durch die Vorsitzende Jette Förster, die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, das Mitglied des DBSV-Präsidiums Peter Brass, die Produzentin Dr. Alice Brauner, den Filmbeschreiber und Sozialarbeiter Jan Meuel, Awet Tesfaiesus, MdB Bündnis 90/ Die Grünen, den Schauspieler Roman Knižka und die Schauspielerin und Synchronsprecherin Debora Weigert.

Über den Deutschen Hörfilmpreis

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und durch die Aktion Mensch gefördert. Hauptsponsor ist Pfizer Pharma GmbH. Weitere Sponsoren und Förderer sind die Novartis Pharma GmbH, bliq, die Herbert Funke-Stiftung, die Blindenstiftung Deutschland und St. Kilian.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

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